In Martin Sieverdings künstlerischer Arbeit mischen sich unterschiedlichste Techniken und Materialien. Auf vielen Reisen aber auch in seiner Heimat dem Ruhrgebiet beobachtet und fotografiert er sein Umfeld. Von besonderem Interesse sind für ihn Verwitterungs- und Verfallsprozesse, akribisch hält er Strukturen und Farben fotografisch fest.

In seiner im Geiste der lyrischen Abstraktion geschaffenen Malerei arbeitet er aus zahlreichen, sich überlagernden Schichten fast archäologisch Bilder heraus, die für ihn unter der Oberfläche darauf warten entdeckt zu werden. Es entwickeln sich stark reliefierte Werke, die in einem fortlaufenden Prozess aus Aufbau und Zerstörung aus den unterschiedlichsten Materialien entstehen.

Die im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur angesiedelten Raumbilder erlauben ebenso Einblicke in die verschiedenen Ebenen des Bildes wie auch Durchblicke in die Umgebung.

Alle Arbeiten spiegeln auf vielfältige Art und Weise sowohl innere, wie auch äußere Prozesse und reflektieren Themen wie Schönheit und Vergänglichkeit.